Los ging es bei sehr schönem Wetter am Parkplatz der Tegelbergbahn. Nala war gut gelaunt und so liefen wir los. Über den normalen Weg in Richtung von Schloss Neuschwanstein.
Letztendlich ging es schön durch den Wald, abseits der Leute und teilweise steil nach oben, so dass wir unterhalb der Marienbrücke herauskamen. Hier war es wie in einem Ameisenhaufen. Wir liefen direkt weiter über den Wasserleitungsweg. Dieser ging am Anfang schön nach oben.
Dann kam eine lange Zeit ein eher ebener Abschnitt, so dass wir gut vorankamen. Als wir an der Bleckenau herauskamen, hatten wir schon einige Kilometer in den Beinen. Franziska und ich merkten die Tour von gestern.
Wir folgten weiter dem Weg in Richtung der Jägerhütte. Ich wusste, dass hier ein Weg nach links abzweigte, aber nicht mehr genau wo. So suchten wir etwas und entschieden dann in Richtung der Jägerhütte zu laufen und bevor die Straße wieder asphaltiert war, hatten wir dann doch den Einstieg gefunden.
Wir überquerten den Bach bzw. Nala nahm ein Bad und hatte ihren Spaß. Dann ging es auf einem schmalen, aber markierten Pfad in den Wald. Hier nahm Nala direkt ein Waldbad und das gleich mehrfach. Herrlich! Der Pfad zog sich angenehm nach oben.
Wir kamen dem Felsen nach und nach immer näher. Zwischendurch querten wir auch immer mal wieder ein Geröllfeld und dann sahen wir über uns mehrere Gämsen. Ein Träumchen! Diese beobachteten uns entspannt, da wir auch weit weg waren und Nala sie gar nicht registrierte.
So zog sich der Weg weiter um das Massiv des Straußbergs herum. Immer schön aufwärts ging es. Dann standen wir vor dem ersten Schneefeld und ab hier begann der Spaß. Wir überlegten, ob wir umkehren sollten, da ich wusste, dass es noch ein wenig weiterging. Wir entschieden uns aber weiterzugehen.
Der Schnee war gut zu gehen und eigentlich perfekt. Der Großteil des Schneefeldes war auch nicht zu steil. Franziska ging vor und ich schickte dann Nala hinterher, bevor ich losging. So hatten wir unseren Spaß! Teilweise waren die Schneefelder durchaus steiler und hier und da sackten wir ordentlich ein.
Jetzt kam ein deutlicher steilerer Abschnitt. Zielpunkt war eine freiliegende Steinfläche. Ich schickte dann wieder Nala los, die Vollgas gab, aber gut ankam. Nun kam ein blödes, steiles Stück, welches auf Geröll endete und an dem wir beide kurz wegrutschten. Bei mir lag es sicherlich an den semioptimalen Schuhen heute.
Endlich ließen wir die großen Schneefelder hinter uns und liefen einige Serpentinen, die teilweise mit Schnee zu waren nach unten. Hinter uns wurde es deutlich dunkler und begann zu donnern. Puh, das war aber bei mir nicht angesagt gewesen.
Glücklicherweise hatten wir die kniffeligen Stücke hinter uns. Die Ahornspitze strichen wir und liefen direkt weiter. Und jetzt standen plötzlich in der Wiese über uns fünf Steinböcke, völlig entspannt. Wow! Nala blieb sehr ruhig und entspannt. Ein toller Anblick.
Den Rest des Weges nahmen wir bis zur Kapelle und dann zur Bahn sehr schnell. Es klarte zwar wieder auf, aber wir waren ganz froh als wir entspannt am Tegelberghaus saßen. Dann ging es nur noch mit der Bahn nach unten. Eine tolle, überraschend abenteuerliche Tour ging zu Ende!
Fazit: Im Sommer, ohne Schnee eine wunderschöne, lange Runde, die sehr einsam ist. Ein Abstecher auf den Hohen Straußberg (unbedingt trittsicher und schwindelfrei) und die Ahornspitze lohnt sich!
Dauer/Länge (inkl. Pausen):
5:23h / 14,5km
Höchste Wegschwierigkeit :
T3
Aufstieg (Höhenmeter):
1.140m
Abstieg (Höhenmeter):
250m
Besonderheiten:
