Aussichtslose Sonnenköpfe…

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Aussichtslose Sonnenköpfe…

Als ich heute Morgen aufstehen wollte, regnete es ordentlich. Das war so nicht angesagt und wirbelte die Planungen damit etwas durcheinander. Also starteten wir deutlich später und auch mit einer kürzeren Tour.

Vom Parkplatz der Gaisalpe aus liefen wir los. Der Himmel sah nicht gerade einladend aus und die Wolken waren recht dunkel. Das erste Stück stieg gemütlich über Asphalt an, bevor es nach links weg in den Tobelweg ging. Dieser war im unteren Teil saniert und sehr angenehm zu gehen. Im Tobel selbst war ordentlich Wasser. Hier machten sich die Regenfälle der letzten Tage bemerkbar. Der Weg verlief schön aufwärts und sorgte dafür, dass die Mädels sich ihre Jacken teilweise auszogen, da es warm wurde.

Nachdem wir ihn hinter uns gelassen hatten, ging es noch zwei, drei Kehren aufwärts und wir waren auch schon an der Gaisalpe. Der Blick in Richtung Rubihorn und Entschenkopf sah schon spannend aus. Dunkle Wolken… dies war nicht wirklich einladend.

Wir bogen hinter der Alpe nach links ab und liefen auf einem angenehmen Weg leicht abwärts. Dann querten wir einmal einen Bach und es ging aufwärts. Erst ein Stück durch den Wald und dann auf einem schmalen Weg durch Wiesen. Alles war, trotz der Regenfälle gut zu laufen und die Luft war sehr angenehm. Zwischendurch tröpfelte es auch mal, aber mehr auch nicht. Links von uns in Richtung der Hörnergruppe sah es deutlich heller aus, als der Blick nach rechts.

So wechselte der Weg zwischen Wald und Wiese bis wir dann am Aussichtspunkt Stitzel ankamen. Von hier an ging es erst ein Stück abwärts, bevor es scharf bergauf lief. Puh! Das war kurz anstrengend! Dann verlief der Weg wieder abwechselnd über Wiesen, durch mehr Bäume hindurch und wieder über eine Wiese. Dann kamen wir an eine Kreuzung und es hieß ab hier aufwärts!

Kurz über eine Wiese und dann lange durch den Wald. Der Weg lief häufig in schönen Serpentinen, aber auch immer wieder mit Abschnitten, die direkt aufwärts gingen. Grundsätzlich war er gut zu laufen, aber die feuchten Wurzeln waren hier und da fies. Im oberen Teil waren dann schon sehr viele Heidelbeerbüsche. Gefühlt nach eine Ewigkeit sahen wir das Kreuz des Sonnenkopfs und waren auch recht schnell oben. Hmm… die Aussicht war leider nicht wirklich gut. Ab und zu klarte es etwas auf, aber ein Großteil der Berge lag schon im Nebel. Nach einer kurzen Vesperpause ging es direkt weiter.

Der Grat führte erst abwärts und dann eine Stück relativ eben, bevor es in Serpentinen, steil nach oben ging. Auf dem Heidelbeerkopf angekommen, wussten wir warum er so hieß. Der Weg nach oben lief nur durch selbige hindurch. Hier hatte es eine etwas bessere Sicht. Aber nur etwas ….

Weiter ging es! Wieder kurz bergab und dann erst langsam und später steil nach oben. Dieser Weg war stellenweise etwas schmäler und am Ende auch noch versichert. Aber die Seile hingen so tief, dass sie nicht wirklich nützlich waren. Einmal um die Ecke und wir standen auf dem Schnippenkopf. Dies war unser letztes Ziel für heute. Normalerweise hat es von hier aus auch eine fantastische Aussicht, aber nicht heute.

Ich freute mich trotzdem über die Runde, da ich sie bisher nur aus der anderen Richtung und bei Schnee kannte. Wir liefen direkt oben am Grat weiter, wobei es hier schon sehr breit war. Dann ging es abwärts zur Falkenalpe. Ein kurzer Stop zum durch schnaufen und wir machten uns an den Endspurt.

Abwärts bis zur Kreuzung zum Entschenkopf und dann in den Wald. Hier ging es recht steil nach unten und in Kombination mit der Nässe war dies gar nicht so ohne. Aber wir kamen entspannt am Ende des Waldes an und sahen die Rubi Hütte. An dieser war eine kleine Vesperpause angesagt.

Wir entschieden uns den direkteren Weg über die Wiese zu nehmen und sahen dann kurz unterhalb der Hütte auch mehrere Gämsen. Die waren sehr entspannt, trotteten aber in den Wald, als wir kamen. Der Weg war im unteren Teil recht nass, aber gut zu gehen.

Nun kam das letzte Waldstück. Hier war es sehr matschig und rutschig. Noch einmal konzentrierten wir uns, bevor wir auf die Wiese kamen und die Gaisalpe sahen. Nach ein paar Minuten machten wir hier eine Pause und aßen noch leckeren Kuchen. Der restliche Weg, wieder durch den Tobel war schnell erledigt.

Fazit: Die drei Gipfel sind grundsätzlich tolle Aussichtsgipfel und sehr zu empfehlen. Auch im Winter ist dies eine sehr schöne Tour! Mit konditionsstarken Kids kann man sie gut machen und in der Gaisalpe noch lecker einkehren.

Dauer/Länge (inkl. Pausen):

5:26h / 13,2km

Höchste Wegschwierigkeit :

T2

Aufstieg (Höhenmeter):

1.130m

Abstieg (Höhenmeter):

1.130m

Besonderheiten: