Hammerspitzenwanderwetter – Walser Hammerspitze und fast mehr

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Hammerspitzenwanderwetter – Walser Hammerspitze und fast mehr

Bei bestem Wanderwetter hatten Nina und ich die erste Bahn an der Kanzelwand genommen. Unten lag teilweise noch dichter Nebel, doch oben war es ein Traumwetter. In der Sonne war es sehr angenehm warm.
Wir liefen los in Richtung des Kanzelwandgipfels. Der Grünten spickte aus dem Nebel heraus und auch sonst sahen wir auf ein Wolkenmeer. Die Stimmung war der Wahnsinn. Wir nahmen die ersten Treppen und standen an der Scharte am Fuße der Kanzelwand.
Nun ging es in der Sonne in Richtung des ersten Ziels, der Fiderepasshütte. Wir hatten mitbekommen, dass sie sogar noch auf hatte. Damit hatte ich nicht gerechnet. Der Weg ging erst einmal bergab, bevor es durch Latschen hindurch ging. Von der Seite kam der Weg von der Fellhornbahn und bald kamen uns die ersten Leute aus der Hütte entgegen.
Diese waren dick eingepackt, da sie aus dem Schatten kamen. Wir erreichten die erste Seilstelle und nun lief der Weg ein ganzes Stück am Hang entlang. Wunderschöne Ausblicke öffneten sich uns. Wir kamen um die Kurve und sahen das erste Mal die Hütte.
In den Berghängen lag noch etwas Schnee, aber insgesamt war fast nichts auf dem Weg. Im Sommer war hier alles voll von Kühen, doch jetzt herrschte Stille. Wir passierten den Abzweig zum Krumbacher Höhenweg und liefen weiter sanft bergauf. Herrlich! Richtig schön war es, wenn die Sonne uns wieder erwischte. Im Schatten war es schon frisch.
Wir kamen an die Serpentinen durch das Geröllfeld und hatten hier den ersten leichten Schneekontakt. Erst oben am Ende mussten wir wirklich ein paar Schritte durch den Schnee. Dann kamen wir zu den Serpentinen durch die Wiesen und sahen auf die Fidererscharte. Einige Personen waren auf dem Weg nach oben, wahrscheinlich zum Einstieg des Mindelheimer Klettersteigs.
Wir erreichten die Fiderepasshütte und machten eine Pause auf der in der Sonne liegenden Terrasse. Einfach nur schön!
Nach der Pause machten wir uns auf zu unserem ersten Highlight, der Oberstdorfer Hammerspitze. Wir gingen den Weg hinter der Hütte entlang, der im unteren Bereich noch etwas weiß war. Schnell wurde er deutlich steiler und wir kamen in felsiges, bröseliges Gelände. Trotzdem war der Weg grundsätzlich gut zu erahnen.

Wir kamen gut voran, auch wenn wir sehr achtsam gehen mussten wegen der ganzen Steine. Dann kamen wir an eine Stelle, in der links ein Weg sichtbar war, der aber irgendwie schlecht erreichbar schien und rechts eine deutliche Rinne, in der auch Bohrhaken waren.
Wir entschieden uns nach rechts zu gehen und kletterten gemütlich aufwärts. Das Gelände wurde nach oben hin nicht unbedingt lieblicher. Dann erreichten wir eine Stelle, an der Nina ins Überlegen kam wie sie weiter gehen sollte und ich eher Bauchgrummeln hatte überhaupt weiterzugehen. Geschätzt war es auch kein 3er mehr.
Da mein Kopf nein sagte, drehten wir an dieser Stelle um und stiegen sehr achtsam ab. An der Stelle , an der wir nach rechts abgebogen waren, angekommen, sahen wir aus der anderen Richtung Leute kommen. Wir hatten uns wohl etwas verstiegen. Mein Kopf sagte aber nein, er war einfach durch für heute und so stiegen wir wieder zur Hütte ab und gingen den Weg unterhalb in Richtung der Walser Hammerspitze.

Der Weg war wunderschön zu laufen und es war einfach ein top Wanderwetter. Dann kam der Aufstieg zur Hammerspitze. Jeder ging sein Tempo und ich merkte schnell, dass ich alles andere als fit war. So sackte mir mein Kreislauf zwischendurch fast weg, so dass ich im Schneckentempo und mit Beinen wie Blei nach oben kam. Aber auch ich kam an.
An der Walser Hammerspitze machten wir eine ausgiebige Pause und genossen die irre Sicht. Letztendlich war ich froh, dass wir nicht den Grat gegangen waren heute, da es mit dem Kreislauf dort nicht so geil gewesen wäre.
Wir machten uns auf über den Grat zur Kanzelwand. Dieser ging erst einmal bergab und hatte nur wenige Stellen, an denen wir die Hände brauchten. Es war Genuss pur, den ich inzwischen auch wieder wahr nahm. Die ein, zwei Anstiege im Grat merkte ich dann aber doch wieder deutlich in den Beinen.
Wir kamen an der Bergstation an und gönnten uns noch eine ausgiebige Pause, bevor es mit der Bahn wieder bergab ging. Ein toller Tag, trotz allem, ging zu Ende!

Fazit: Eine tolle Tour, auch mit dem Kraxeln geht zu Ende. Und nächstes Mal wissen wir auch den Weg und ich bin hoffentlich fit. Auch so, ohne die Oberstdorfer eine tolle Herbsttour!

Dauer/Länge (inkl. Pausen):

6:05h /11,2km

Höchste Wegschwierigkeit :

T5

Aufstieg (Höhenmeter):

1.040m

Abstieg (Höhenmeter):

1.040m

Besonderheiten: