Hausgipfelrunde und ein extra Gipfel an der Rappenseehütte

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Hausgipfelrunde und ein extra Gipfel an der Rappenseehütte

Nachdem wir unsere Lagerplätze bekommen hatten, wollte ich noch eine kleine Runde drehen. Der Hüttenwirt meinte, dass am Hohen Licht noch etwas Schnee auf dem Weg liegt und daher hatte ich die Runde gedanklich gestrichen. Also nahm ich mir die Hausgipfel vor.
Leider hatte keine der vier Damen Lust noch mitzulaufen, so dass ich alleine loszog. Von der Hütte weg ging es durch die Wiese und vorbei an einigen Tümpeln. Dann steilte der Weg auf und wurde immer gerölliger, bis er nur noch aus Geröll bestand. So zog es sich bestens markiert auf den Sattel nach oben.
Als ich oben stand, öffnete sich der Blick auf die anderen Bergseite und es war einfach nur atemberaubend! Ich nahm den weiteren Anstieg in Angriff. Es waren klare Wegspuren erkennbar und überall waren Markierungen. So ging es recht zügig nach oben. Hier und da brauchte ich meine Hände, aber ich empfand es nie wirklich als ausgesetzt. Bestens durch die Steinhalde geleitet kam ich am Gipfelplateau an und sah das kleine Kreuz. Ich machte eine kurze Pause. Die Hütte und die Seen sahen von hier oben klasse aus.
Nun ging es auf der anderen Seite nach unten Es waren kurze, steile, schottrige Serpentinen, die aber gut zu laufen waren. Ich kam schnell nach unten und erreichte den Übergang zum Nordgipfel des Hochrappenkopfs. Eigentlich war ich schon müde, aber als ich das Schild sah und es nur 15 Minuten bis oben waren, lief ich weiter. Die steinige Landschaft hier oben war schon unglaublich.
Jetzt ging es über den Grasrücken nach oben. In schön angelegten Kehren führte mich der Weg. So stand ich oben am Gipfel und genoss den Blick auf das Massiv des Biberkopfs. Dazu kamen immer wieder Wolkenfetzen nach oben, einfach klasse! Dann sah ich eindeutige Wegspuren. Ich schaute kurz auf der Karte und entschloss mich ihnen zu folgen.
Der Weg führte mich in Richtung des Südgipfels. Hier gab es keine Markierungen mehr. Ich lief um das Massiv herum und dann einen steilen Grashang nach oben. Er war gut gestuft und sehr trocken! Sonst wäre es etwas unangenehmer geworden. Dann noch kurz an einem leicht ausgesetzten Grat entlang und ich stand auf dem Südgipfel, der übrigens höher war als der bekreuzte Gipfel.

Ich kehrte vorsichtig zum Hauptgipfel zurück und nach unten zur Weggabelung. Jetzt ging es gut markiert durch ein Geröllfeld nach unten. Ich blickte auf das Massiv des Hochrappenkopfs hinter mir. Dann zog sich noch ein Weg am Hang entlang durch ein Geröllfeld und ich war wieder auf den Wiesen unterhalb der Hütte. Kurz darauf war ich auch wieder zurück.
Fazit: Es ist eine wunderbare, sehr gut markierte Tour! Sie ist höchstens leicht ausgesetzt und macht einfach nur Spaß! Der Südgipfel ist nicht markiert, aber die Wegfindung eigentlich eindeutig. Bei Nässe mit Vorsicht zu genießen!

Dauer/Länge (inkl. Pausen):

2:39h /4,80m

Höchste Wegschwierigkeit :

T4

Aufstieg (Höhenmeter):

590m

Abstieg (Höhenmeter):

590m

Besonderheiten: