Im Schatten der Berge – Hagener Weg zur Hagener Hütte

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Im Schatten der Berge – Hagener Weg zur Hagener Hütte

Nach dem gestrigen Ruhetag, starteten wir am Wanderparkplatz der Jamnighütte. Über einen breiten Weg ging es in wenigen Kehren zur Hütte hoch. Diese hatte noch geschlossen. Es war ein wunderschöner Tag.

Wir liefen direkt hinter der Hütte weiter und nicht über den Hauptweg. Ein schmaler Pfad führte durch eine Wiese hindurch. Es war schon beeindruckend, der Blick ins Tal. Wow! Sehr grün und eingerahmt von Felsmassiven. Dazu weideten weit verstreut die Kühe und immer wieder pfiffen die Murmeltiere.

Nachdem wir durch die Kuhherde hindurch waren, wurde aus der Wiese immer mehr ein Meer von Blaubeeren. Irre! Hier hätten wir uns auch vollfuttern können. Franziska war mutig und machte Nala von der Leine los. Der Weg war eigentlich perfekt dafür, dass sie brav mit uns lief.

Aber just in diesem Moment pfiff ein Murmeltier und Nala raste den Berg hinauf. Natürlich kam sie oben an und niemand war da. Dann schoss sie wieder den Berg hinab und tat, als ob nichts gewesen wäre. Also wieder zurück an die Leine!

Wir liefen weiter und querten auch zweimal einen Wasserlauf. Die Kehren nach oben wurden steiler und die Blaubeeren mehr. So erreichten wir die nächste kleine Hochebene, bevor es weiterging. Weit über uns sahen wir schon die Biwak Schachtel. Dies war unser erstes Ziel.

Ich vermutete, dass wir durch die Scharte mussten, in der noch Schnee lag. Aber der Weg führte uns durch inzwischen wieder mehr Wiesen daneben nach oben. Und der Weg war echt steil. Ich schnaufte ordentlich, während die Damen entspannt vorweg liefen. Die letzten Kehren waren dann steinig.

An der Weggabelung bogen wir nach links zur Biwak Schachtel ab. Hier auf dem Sattel hatten wir einen genialen Blick in beide Richtungen. Was für ein toller Ausblick. Der Gipfel des Vorderen Geißlkopfs lag schon den ganzen Tag in Wolken versteckt.

Nachdem wir eine Pause gemacht hatten, ging es wieder zurück zur Weggabelung. Wir liefen diesmal gerade weiter, dem Hagener Weg folgend. Es ging erst einmal leicht abwärts und durch Geröll, bevor am Ende die erste kleine Challenge kam. Der Weg war ziemlich ausgewaschen und wir mussten eine kleine Steilstufe meistern.

Jetzt ging es in steilen Kehren abwärts und es wurde deutlich grüner. So liefen wir im Schatten des Bergmassivs und genossen die tollen Ausblicke bis zur Hochalmspitze, der Tauernkönigin. Der Weg verlief mehr oder weniger parallel zum Hang.

Dann kamen wieder gerölligere Passagen und auch die ersten zwei Schneefelder. Hier war es gut, dass Nala nicht anfing im Schnee zu spielen, da es doch etwas steiler war. Dann kam ein Schneefeld, welches sehr brüchig war. Zum Glück wurden wir gewarnt und umliefen es.

Dann ging es noch durch ein Geröllfeld, auf einem teilweise ausgewaschenen Weg, bevor es in einen breiteren Weg durch Wiesen überging. Noch einmal um einen Hügel herum und einen steinigen, leicht ausgesetzten Weg und wir standen an der Hagener Hütte.

Wir pausierten hier und liefen dann auf den Hausgipfel, den Greilkopf. Dieser Weg war nicht markiert, aber es führte ein eindeutiger Pfad bis zum Gipfel. Auf diesem gab es einen herrlichen Ausblick. Wow!

Wir liefen den identischen Weg zurück und bogen am Fuß des Berges auf den Normalweg zur Hagener Hütte ab. Dieser zog sich durch wunderbare Landschaften nach unten. Der Blick auf die andere Seite, den Hinweg faszinierte uns immer wieder. Von hier aus betrachtet, war kaum erkennbar wie der Weg verlief und es sah einfach nur bedrohlich aus.

Wir hatten schon über die Hälfte hinter uns, als plötzlich am Feldseekopf eine Steinlawine abging. Das war laut! Und der Gedanke, dass wir vor ein paar Stunden dort langgelaufen sind, war auch nicht besonders schön. Wahnsinn!

Kurz vor der Jamnighütte durfte Nala sich noch einmal im Wasser vergnügen. Der restliche Weg zum Auto war schnell hinter uns gebracht und wir waren happy, aber platt zurück.

Fazit: Eine tolle Runde, die es in sich hat. Wunderbare Ausblicke, spannende Wege und eine tolle Hütte! Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollten vorhanden sein! Die Wege sind teilweise recht ausgesetzt! Es lohnt sich! Die Hütte ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Dauer/Länge (inkl. Pausen):

7:13h /16km

Höchste Wegschwierigkeit :

T3

Aufstieg (Höhenmeter):

1.340m

Abstieg (Höhenmeter):

1.340m

Besonderheiten: