Aus Zeitgründen ging es heute nur auf den Tegelberg. Da ich aber nicht wieder den Schutzengelweg nehmen wollte, entschied ich mich spontan dazu anders zu laufen.
Los ging es an der Talstation über den Asphaltweg. Diesen mochte ich nicht, da gleich zwei so doofe Anstiege kamen. An der Abzweigung zum Schutzengelweg bog ich nach rechts in Richtung der Klettersteige ab. Ich lief den breiten Forstweg weiter nach oben. Die Luft war recht dick und das für später angekündigte Gewitter lag in der Luft.
Ich lief nach rechts in einen schönen, stetig ansteigenden Pfad zum Einstieg des Gelbe Wand Steigs. Nachdem ich aus dem Wald herauskam, sah ich ein paar Personen weiter oben. Ich stieg ein und lief vorsichtig an den Seilen entlang nach oben.
Das Hauptproblem war, dass es immer wieder sehr speckig war. Dann waren die ersten Abschnitte geschafft und ich hatte eine Gehpassage. Diese wechselten sich nun mit Seilpassagen ab.
Ich kam an der Leiter, dem Einstieg zum Tegelbergsteig an. Hier lief ich an der Gruppe vorbei, die ich von unten gesehen hatte. Ein kurzes Stück weiter kam ich an der Übungsseilbrücke vorbei. Nun zog der Steig sich wunderbar nach oben und wechselte zwischen Gehpassen und Seilabschnitten ab. Der Blick nach hinten über die Seen war ein Traum.
Dann kam ich am Ausstieg an und lief den restlichen Teil bis zu den Stufen in Richtung des Tegelbergs. Da ich echt müde war, entschied ich mich dazu auf den Branderschrofen zu gehen und nicht die eigentliche Runde. Der Weg war schnell erledigt. Ich blieb nur kurz am Gipfel und machte mich wieder an den Abstieg.
Nun musste ich echt den Kopf schütteln, da mir zwei Mädels in Straßenschuhen entgegenkamen. Dann auch noch falsch über einen Teil ohne Seil. Wenig später kam mir ein Pärchen in weißen Sneakern auf dem Weg zum Gipfel entgegen. Irre!
Ich lief über einen Wiesenpfad zum Ort der Besinnung und von dort aus zum Tegelberghaus. Nach einer ausgiebigen Pause, lief ich spontan über den Tegelberggrat. Dieser war wunderbar und herrlich einsam zu laufen. Bis auf die eine Kletterstelle, die auch umgangen werden kann, war nicht wildes dabei. Ich kam recht zügig wieder auf dem Normalweg in Richtung der Marienbrücke an.
Je tiefer ich kam, desto mehr Personen kamen mir entgegen. Die meisten relativ planlos. Der Abschuss war aber jemand in Sommerschühchen mit seiner schwangeren Partnerin (vermutlich). Diese hatten scheinbar keinen Plan, dass es bis oben keine Abzweigung mehr gab. Insbesondere sie war schon ordentlich am Schnaufen.
Ich kam am Aussichtspunkt über der Marienbrücke an und beobachtete amüsiert eine Menge Leute dabei, die in den spannendsten Schuhen versuchten von weiter oben herunter zu klettern. Verrückt!
Nachdem ich mich über die Marienbrücke gekämpft hatte, lief ich über die Waldwege und dann Forstwege zurück zum Auto.
Fazit: Eine schöne Variante abseits des Standardwegs! Der Gelbe Wand Steig ist ein sehr einfacher Weg, für den ich auch kein Klettersteigset verwendet habe. Wer unsicher ist unbedingt eines verwenden! Am Ende ist es ein Klettersteig! Der Grat ist stellenweise leicht ausgesetzt. Und nachdem was ich heute gesehen habe, bitte zieht vernünftige Schuhe an!
Dauer/Länge (inkl. Pausen):
5:01h /13,6km
Höchste Wegschwierigkeit :
T6
Aufstieg (Höhenmeter):
1.110m
Abstieg (Höhenmeter):
1.110m
Besonderheiten:
Klettersteig A/B, UIAA I (eine Stelle)
