Regenwanderung zur Coburger Hütte – Tapfere Mädels

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Regenwanderung zur Coburger Hütte – Tapfere Mädels

Heute ging es mit einer großen Gruppe von 26 Personen auf Tour. Wir trafen uns alle an der Ehrwalder Almbahn. Das Wetter war nicht besonders einladend. Also beschlossen wir den ersten Teil mit der Bahn nach oben zu fahren. Oben angekommen, wurde noch einmal jeder Regenschutz kontrolliert und los ging es.
Mit einem Teil der Gruppe war eigentlich der Hohe Gang geplant, aber bei dem Wetter schien mir das zu riskant. So liefen 18 Mädels und 8 Erwachsene über den Normalweg nach oben. Es regnete nur leicht und die Stimmung war gut. Die Aussicht war sehr überschaubar. Dann bogen wir auf einen Pfad in den Wald ab, der wesentlich schöner war, als der breite Fahrweg.
Der Wald war schon fast mystisch mit dem Nebel und der Nässe. Die Gruppe hatte sich inzwischen auseinandergezogen. Aber wir hatten am Anfang auch jemanden für das Ende bestimmt, so dass niemand verloren ging.
Dann kamen wir an die Abzweigung zum Tajatörl. Und obwohl die Strecke hier entlang länger war und es mehr Höhenmeter waren, wollte eine Gruppe Mädels unbedingt hier entlang. Also bogen wir ab. Es ging über einen schönen Weg in steilen Kehren durch den Wald nach oben. Die Damen legten ein ordentliches Tempo an den Tag, so dass zwei Erwachsene hinten dran kaum mitkamen.
Dann kamen wir in einen offeneren Teil und mussten ein Geröllfeld entlang nach oben gehen. Das war sehr anstrengend, da wir immer wieder rutschten. Zum Glück ging es dann quer über das Geröllfeld und wir erreichten grasdurchsetzte Böden. Wow! Eine tolle Landschaft, obwohl wir kaum etwas sahen.
Die beiden Damen hinten dran entschlossen sich an der Stelle umzudrehen und doch den Normalweg zu nehmen. Ich ging mit den Mädels weiter. Wir passierten den kleinen Brendlsee und liefen durch eine fantastische Landschaft. Es regnete leicht vor sich hin und jeder achtete gut auf seine Schritte.
Wir erreichten das Brendlkar und liefen durch Schotterfelder und dann viele Serpentinen nach oben, bis wir am Tajatörl angekommen waren. Damit hatten wir den höchsten Punkt des Tages erreicht. Und jetzt begann es richtig zu regnen.

Da wir sehr exponiert waren und kein Schutz da war, wurden wir alle ordentlich nass. Wir gingen zügig weiter, soweit es das Gelände zuließ. Kurz nach dem Törl sahen wir noch eine sehr entspannte Gams. Es ging teilweise steil nach unten. Wir passierten eine Wiese, die wie ich später lernte Fußballwiese hieß und liefen weiter in Richtung der Hütte. Passender Name, da die Mädels zwei Fußballmannschaften waren. Dann tauchte im Nebel der Rand des Drachensees auf und wir legten noch einmal einen Zahn zu. Endlich erreichten wir, komplett nass die Coburger Hütte. Trotz des Wetters ging eine tolle Runde zu Ende.
Der Rest der Gruppe war größtenteils schon da und wir hatten einen super schönen Abend auf der Hütte.

Fazit: Der Weg über das Tajatörl ist schon bei dem schlechten Wetter sehr schön gewesen! Technisch einfach und nicht ausgesetzt ist es eine tolle Alternative zu dem Normalweg!

Dauer/Länge (inkl. Pausen):

3:15h /9,0km

Höchste Wegschwierigkeit :

T3

Aufstieg (Höhenmeter):

860m

Abstieg (Höhenmeter):

450m

Besonderheiten: