Die Wetterprognose für den heutigen Vormittag war sehr gut. Danach sollte es deutlich schlechter werden, mit Regen und Schnee.
So sind wir früh ins Kleinwalsertal aufgebrochen. Los ging es am Parkplatz an der Talstation. Wir mussten kurz an der Straße entlang, bevor es dann nach rechts weg und nach oben ging. Am Anfang war es noch ein Stück Asphalt bis an den Waldrand. Und das Stück war spiegelglatt. Ich rutschte sogar ein wenig nach unten und hatte echt zu kämpfen.
Dann standen wir am Schnee und sackten auch direkt tief ein. Also suchten wir uns einen guten Stand und zogen die Schneeschuhe an. Ich war gespannt, da es die erste Tour von Franziska war und sie sonst eher zu den Tourengeherinnen gehört. Die Lifte liefen auch schon und brachten die ersten Skifahrer nach oben.
Und los ging es! Ein kurzes Stück liefen wir durch den Wald, bevor es in Richtung des Tellerlifts ging. Am Ausstieg des Lifts angekommen, nahmen wir noch eine kurze Abkürzung, bevor es auf die Piste ging. Hier liefen wir hinter Skitourengehern her.
Direkt nach dem Einstieg auf die Piste ging es kurz durch einen Tunnel. An der Ecke des Tunnels waren riesige Eiszapfen. Traumhaft! Das Wetter und die Luft waren einfach nur schön. So liefen wir am Rand der Piste Schritt für Schritt nach oben. Langsam kamen uns auch die ersten Skifahrer entgegen. Immer wieder schaute ich zurück und genoss den Ausblick auf die Berge. Der Hohe Ifen sah schon klasse aus.
Der Weg selbst wechselte sich zwischen etwas flacheren Stücken und Anstiegen ab. Dann öffnete es sich etwas und wir sahen auf den tief verschneiten Grat zur Walser Hammerspitze. Links von uns lag unter Schnee die Zwerenalpe mit ihrer kleinen Kapelle. Langsam merkten wir bzw. mehr ich die Langlaufrunde von gestern. Puh, die Waden brannten etwas.
Wir kamen an der Zwerenalpbahn an, an welcher ordentlich etwas los war. Inzwischen war die Sonne auch raus gekommen und es war einfach nur schön. Es ging direkt weiter und wir kamen unserem Ziel langsam näher. Oben auf der Kuhgehrenspitze, die schon klasse aussah mit dem Schnee waren zwei Tourengeher. Respekt!
Wir kamen am letzten Abzweig unterhalb des Adlerhorsts an und überlegten, welche Seite wir nehmen sollten. Links war es eine kurze, steile, rote Piste und rechts die entspanntere blaue Variante.
Wir entschieden uns für blau! So liefen wir die letzten Meter gemütlich auf den Sattel an der Kanzelwandbahn. Links von uns war das Treiben der Skifahrer zu sehen und rechts eine sensationelle Schneelandschaft! Ein paar Tourengeher liefen auch gerade auf den Gipfel der Kanzelwand.
Obern angekommen genossen wir die Hammeraussicht in alle Richtungen! Weiter hinten sahen wir schon das schlechte Wetter kommen, welches uns aber nicht mehr interessierte. Sehr glücklich und zufrieden nahmen wir die Bahn nach unten.
Fazit: Eine tolle, kleine Tour mit Schneeschuhen. Technisch ist hier kein großer Anspruch dabei, daher ist sie ideal, um es mal auszuprobieren. Trotzdem sollte man konditionell schon eine gute Fitness mitbringen. Wir wurden mehrfach respektvoll von Tourengehern angesprochen, dass es ja mit Schneeschuhen noch etwas ganz anderes ist. Ich liebe Schneeschuhtouren und kann es als schöne Alternative im Winter nur empfehlen!
Dauer/Länge (inkl. Pausen):
2:18h /4,86km
Höchste Wegschwierigkeit :
T2
Aufstieg (Höhenmeter):
880m
Abstieg (Höhenmeter):
0m
Besonderheiten:
Schneeschuhtour
