Schnelle Feierabendrunde aufs Burgberger Hörnle über den Aurikelgrat

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Schnelle Feierabendrunde aufs Burgberger Hörnle über den Aurikelgrat

Nachdem das Wochenende eingeläutet war, wollte ich noch eine kleine Runde machen. Also startete ich an der Alpe Weiherle. Es ging direkt nach oben und in den Wald hinein. Ich wählte den direkten Weg über den steilen Pfad und nicht über die breite Fahrstraße. Diese musste ich dann letztendlich doch ein kleines Stück laufen, bevor ich auf den Winterwanderweg abbog.

Dieser ging steil und wurzelig bergauf. So kam ich aber zügiger voran. Dann ging es ein paar Meter auf dem normalen Weg weiter, bevor ich nach links in den nicht markierten und beschilderten Weg in Richtung des Hörnles abbog. Der sah am Anfang noch etwas wild aus, wurde aber schnell besser. Die Ausblicke waren wieder einmal fantastisch.

So zog der Weg sich langsam nach oben. Hier und da gab es einen Hauch an Ausgesetztheit. Dann kam ich an eine Abzweigung und schaute kurz auf mein Handy. Ok, hier musste ich lang. Der Weg war kurz etwas verwildert. Direkt nach der ersten Kurve wurde er aber wieder deutlicher. Er steilte ordentlich auf und war recht erdig. Es wurde jetzt schon deutlich anstrengender.

Nach der Felsrippe gabelte er sich und ich bog nach links ab. Kurz noch den schmalen Pfad genommen und ich stand am Einstieg des Aurikelgrats. Von hier an ging es zwischen dem ersten und zweiten Grad kraxelnd nach oben. Immer wieder gab es Wegspuren. Stellenweise war es schon sehr luftig und die Schritte setzte ich sehr achtsam. Der Fels war glücklicherweise absolut trocken und sehr griffig. So schraubte ich mich in feinster Genusskletterei nach oben.

Immer wenn ich mich umdrehte genoss ich kurz die grandiose Aussicht. Wow! Und der Blick nach unten war schon sehr spannend. Oh man! Nach einer Weile erreichte ich das Ende und landete auf dem Normalweg. Den ging ich weiter und nahm auch noch das letzte kleine Stück zum Gipfel in Angriff. Oben am Kreuz schnaufte ich durch und genoss kurz die Aussicht.

Da es mir zu voll war ging ich zügig weiter. Der kurze, gesicherte Gratabschnitt und die Stellen danach waren zügig erledigt. Dann lief ich weiter bis zum nächsten Schild. Von hier aus ging es in einem auf und ab weiter in Richtung des Grünten. Herrlich! Immer mal wieder ging es durch ein paar Bäume. Dann nahm ich den letzten Abzweig in Richtung des Grüntenhauses. Der Grünten an sich war heute nicht mein Ziel.

An der Hütte angekommen, genoss ich Knödel bei bester Aussicht. Dann machte ich mich an den Abstieg. Dieser lief im Wesentlichen über den Normalweg und Winterwanderweg. Dann kam ich oberhalb der Alpe Weiherle raus und erschrak etwas. Der Notarzt und die Bergwacht waren gerade im Einsatz. Ich kam zum Glück entspannt und happy am Auto an.

Fazit: Die Runde ist eine schöne kleine Feierabendrunde. Der Grat ist nur eine Variante und kann ausgelassen werden. Er sollte nicht bei Nässe begangen werden und man sollte sich sicher sein, dass man mit der Ausgesetztheit umgehen kann. Dann ist es einfach nur Genuss pur! Aber den Abzweig zum Grat nicht verpassen. Sonst landet man im Südwandsteig… der ist deftiger!

Dauer/Länge (inkl. Pausen):

3:01h /6,19km

Höchste Wegschwierigkeit :

T3

Aufstieg (Höhenmeter):

700m

Abstieg (Höhenmeter):

700m

Besonderheiten:

Grat mit UIAA II Stellen, teilweise sehr luftig