Zugspitzklassiker über das Reintal

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Zugspitzklassiker über das Reintal

Die Wetterprognose war sehr gut für heute, insbesondere dass es nicht nur blauen Himmel gegeben sollte, sondern auch ein paar Wolken. Ich hatte heute die Freude Kathrin und Christian auf die Zugspitze zu begleiten. Wir starteten um kurz nach 4 Uhr an den Schanzen in Garmisch.
Es war schon so hell, dass wir keine Stirnlampe brauchten. Bis kurz vor dem Eingang der Partnachklamm liefen wir über Asphalt. Da die Klamm um diese Zeit noch geschlossen war, umliefen wir diese über Graseck. Bei den steilen Asphaltserpentinen war der Kreislauf direkt in Schwung. Am Ende ging es dann über einen kleinen Steig wieder nach unten und wir standen am Ausgang der Klamm. Herrlich! Die Luft war richtig gut, klar und angenehm kühl.
Von nun an ging es immer in der Nähe der Partnach entlang. Das erste Stück war ein breiter Forstweg, der dann in einen schönen Pfad durch den Wald überging. Dieser endete an der Bockhütte, welche aber noch zu hatte. Von nun an ging es immer auf einem schönen Pfad weiter. Inzwischen war es auch schon richtig hell und die Berggipfel weit vor uns waren in das Licht der aufgehenden Sonne getaucht.
Der Weg führte tendenziell sanft nach oben und war perfekt zum Warmlaufen. Wir passierten den wunderschönen Partnachwasserfall, als uns ein Schäfer mit seinem Hund auf dem Motorrad überholte. Was war das für ein lustiger Anblick! Dann ging es in den Endspurt und wir erreichten die Reintalangerhütte. Hier machten wir eine erste Pause.
Dann liefen wir weiter. Kurz die Partnach überquert und durch ein felsiges Gebiet in Richtung der Knorrhütte weitergelaufen. Wir kamen auf eine weitläufige Ebene am Ende des Tals. Hier grasten auch die meisten Schafe. Eine versprengte Herde war nur schwer in den Steilhängen gegenüber auszumachen. Jetzt begann der eigentliche Spaß!
Kurz ging es steil nach oben, bevor der Pfad einen rechtsschwenk mache und wir uns in vielen Kehren nach oben kämpften. Inzwischen kam die Sonne immer mal wieder durch und ließ ihre Muskeln spielen. Dann wurde es noch einmal deutlich felsiger, bevor wir die letzten Kehren über den Felsensteig zur Knorrhütte nahmen. Hier füllten wir kurz unser Wasser an der Quelle auf und machten dann eine ausgiebige Pause an der gut gefüllten Hütte.
Jetzt ging es zum nächsten Abschnitt in Richtung Sonnalpin. Wie durch eine Mondlandschaft liefen wir tendenziell immer bergauf, mit kurzen Stücken abwärts. Hier kam dann auch wieder die Sonne durch, die schon sehr kräftig war. Jetzt mussten wir auch einige Schneefelder passieren, die aber unkompliziert waren und die kühle des Schnees war sehr angenehm. Wir sahen jetzt auch unser Tagesziel.
Wir kamen am Einstieg des Geröllfeldes an und pausierten. Vor uns lag jetzt der unangenehmste Teil der Tour. Auf ging es! Sehr konzentriert liefen wir in der Spur nach oben. Diese war gefühlt recht steil angelegt. Trotzdem kamen wir zügig durch und standen am Einstieg des letzten Abschnitts, dem versicherten Steig.

Nach der kleinen Einstiegshürde ging es weiter nach oben. Am Gipfel zog es etwas zu und kurz überlegten wir, ob es regnen würde. Tat es aber nicht. Wir nahmen Abschnitt um Abschnitt und kamen oben auf dem Grat, oberhalb der alten Tiroler Bahnstation, dem Ende des Stopselziehers an. So langsam wurden die Beine auch müde.
Der Steig war gut besucht, sei es mit Leuten, die in Richtung des Gipfels gingen oder absteigenden Leuten. Dann ging es über die letzten Meter, bevor wir die Treppenstufen auf die Plattform nahmen und am Ziel waren. Zumindest waren wir dies fast. Wir querten die Plattform und nahmen den kleinen Steig zum Gipfelkreuz. Hier war es angenehm leer, so dass wir quasi keine Wartezeit hatten.
Als wir wieder auf der Gipfelplattform waren, hatten wir sogar die Gelegenheit das Gipfelkreuz ohne Menschen zu fotografieren, wow!
Eine tolle Tour ging zu Ende!

Fazit: Diese Route auf die Zugspitze ist immer wieder schön! Sie ist lang, konditionell fordernd, aber technisch relativ einfach. Sie macht einfach Spaß! Sie ist auch gut teilbar durch die Hütten unterwegs. Taktisch würde ich eine Übernachtung in der Knorrhütte empfehlen, da ich den Start in die zweite Hälfte dann als einfacher empfinde bzw. es auch deutlich weniger Höhenmeter am zweiten Tag sind. Tolle Tour!

Dauer/Länge (inkl. Pausen):

9:17h / 23,4km

Höchste Wegschwierigkeit :

T3

Aufstieg (Höhenmeter):

2.430m

Abstieg (Höhenmeter):

230m

Besonderheiten: