Zwei-Gipfel Panorama-Rutsch-Tour – Hahnenköpfle & Riefenkopf

Als ich zum Startpunkt fuhr, fragte ich mich ob ich die richten Sachen an hatte. Es war zapfig! 5,5 Grad waren nicht wirklich motivierend. Ich startete bei sehr frischer Luft am Oybele. Der Himmel war blau und es war eigentlich alles für einen tollen Bergtag angerichtet.

Ich entschied mich dazu den normalen Fahrweg in Richtung Gruben zu nehmen. So lief ich zügig an der Trettach entlang. Dadurch, dass es relativ eben war kam ich gut voran. Kurz vor dem Gasthof Gruben, bog ich in Richtung des Oytals ab. Parallel zum Oybach ging es nun über einen breiten Wanderweg voran.

Obwohl ich hier schon oft war, war es wieder wunderschön, als sich das Tal öffnete und die Berge in den herrlichsten Farben vor mit lagen. Links blickte ich in Richtung des Gleitwegs, vor mir die schneebedeckten Gipfel und rechts der herbstlich gefärbte Wald.
Wow!

Ich passierte das langsam aufwachende Oytalhaus und bog dahinter direkt rechts in den Wald ab. Jetzt ging es steil, steiler und richtig steil nach oben. Es war ein schöner Waldweg, der aber durch den Regen am Vortag sehr rutschig war. Insbesondere die Wurzeln waren fies! Nach diversen Kehren kam ich auf einen breiteren Forstweg. Ich bog nach rechts ab und es ging weiter in steilen Serpentinen nach oben. Durch den Wald drang auch keine Sonne. Warm war es mir inzwischen aber auch so geworden.

Zwischendurch gab es immer wieder ein paar traumhaft Ausblicke auf die Berge auf der anderen Seite. Was für ein traumhafter Tag!

Der Weg verflachte sich nun und nach zwei Kurven kam ich auf eine Hochebene. Deutlich sanfter ging es nun nach oben, als ich die Untere Lugenalpe vor mir sah. Dort angekommen war ich wirklich beeindruckt von der Aussicht in Richtung der Nebelhornseite.

Ich ging direkt weiter. Hinter der Alpe zog sich der Weg nach oben weiter, um dann mittels steiler Kehren im Wald zu verschwinden. Auch hier merkte ich den Regen des Vortags. Es war teilweise wie auf Schmierseife zu laufen. Aus dem Wald heraus ging es über eine Wiese weiter aufwärts zur Oberen Lugenalpe. Diese hatte aber, leider auch geschlossen. Und die Aussicht von hier? Wow!

Hinter der Alpe führte der Weg mich am Hang entlang um den Berg herum. Hier bekam ich auch endlich etwas Sonne ab. Träumchen! Dann ging es wieder im Schatten weiter und wurde auch deutlich rutschiger. Ich überquerte eine Hochebene und machte mich an den Aufstieg zum ersten Gipfel.

Die Serpentinen waren schnell genommen. Das letzte Stück zum Gipfel war ein leicht ausgesetzter Weg und am Ende wurde es etwas kraxeliger. Dann stand ich auf dem Hahnenköpfle. 360 Grad rundum, purer Berggenuss! Wahnsinn, egal wohin ich schaute. Und dabei war der Gipfel gar nicht so hoch. Ich sah auch schon mein nächstes Ziel.

Nach einer ausgiebigen Pause, ging ich zurück zum Abzweig und bog in Richtung Gerstruben ab. Es ging rutschig weiter nach unten. Es war ein grundsätzlich schöner Waldweg. Durch den Regen war er aber anstrengend zu laufen. Und da rutschte ich aus und saß auf dem Po! Doof! Zum Glück passierte nicht viel.

Ich lief weiter und kam an das nächste Wegschild. Ich bog nicht ab, sondern lief den nicht bezeichneten Weg geradeaus. Es ging kurz seicht und dann steil nach oben. Markierungen gab es hier nicht mehr. Dann bog ich nach rechts, aufwärts ab. Mein Gefühl sagte mir aber, dass es falsch war und so ging ich zurück und geradeaus weiter.

Der Weg wurde schmaler und führte ausgesetzt am Hang entlang. Er war aber sehr gut zu gehen. Ich kam auf einem Sattel an und sah vor mir nur einen Felsblock. Hmm.. ich überlegte kurz und lief weiter. Der Weg führte mich um den Fels herum. Hier war es schon deutlich luftiger. Ich legte meinen Rucksack ab und kroch unter einer Latschenkiefer hindurch, die über den Weg hing.

Nun sah ich oben das Gipfelkreuz und auch den Weg aufwärts. Ich ging sehr bedacht nach oben und kraxelte hoch (UIAA I). Oben ging es ein paar Meter über den Grat und ich stand am Gipfelkreuz des Riefenkopfs. Wow! Auch hier machte ich eine Genusspause und entspannte in der Stille. Ich ging zurück zur Kletterpassage und blickte nach unten. Luftig! Vorsichtig kletterte ich wieder auf den Weg zurück. Bei Nässe wäre ich hier nicht hochgegangen.

Ich lief den ganzen Weg zurück zum Abzweig. Da es stellenweise sehr steil und rutschig war, achtete ich gut auf meine Schritte. An der Gabelung angekommen bog ich in Richtung Gerstruben ab.

Von hier an ging es größtenteils auf sehr rutschigen Wegen nach unten. Lange Zeit führte der Weg durch den Wald, bevor ich oberhalb von Gerstruben rauskam. Das war schon eine sehr idyllische Lage!

Ich lief ein paar Minuten auf der Straße, bevor ich in Richtung des Hölltobels abbog. Hier ging es wieder steil abwärts, natürlich schön rutschig! Auf dem Weg nach unten kam ich an zwei Aussichtsplattformen vorbei. Die dort zu sehenden Wasserfälle waren ein Traum. Ich kam aus dem Wald heraus und machte am Mumme-Stüble einen Kuchenstop. Lecker!

Dann kam der restliche Hatsch zum Auto. Über Gruben ging es auf Asphalt und Schotter zurück. Müde, aber sehr happy kam ich wieder am Startpunkt an.

Fazit: Die Runde ist zwar lang, aber technisch eher einfach. Nur der Abstecher zum Riefenkopf ist deutlich anspruchsvoller. Den kann man aber weglassen. Landschaftlich eine super schöne Runde! Wenn die Alpen aufhaben, gibt es mehr als genug Einkehrmöglichkeiten. Wer die Runde umgekehrt läuft, kann ab dem Oytalhaus auch mittels der Roller abkürzen.

Dauer/Länge (inkl. Pausen):

6:12h / 18,9km

Höchste Wegschwierigkeit :

T2

Aufstieg (Höhenmeter):

1.020m

Abstieg (Höhenmeter):

1.020m

Besonderheiten:

Link zu Komoot enthält Daten von Komoot, hier sind die genaueren Garmindaten genannt!, Riefenkopf UIAA I